Ana Bobić ist die leitende Forscherin im DFG-finanzierten Projekt „Judicial conflict and the reconfiguration of control in the EU constitutional order“ als Senior Researcher am Jacques Delors Centre und Adjunct Faculty an der Hertie School. Sie ist Mitglied des Redaktionsbeirats der Common Market Law Review.
Anas aktuelles Projekt befasst sich mit den verfassungsrechtlichen Aspekten verschiedener Strafrechtsphilosophien in der EU sowie mit den Wechselwirkungen zwischen EU-Gerichten, nationalen Gerichten und Gesetzgebern in diesem Bereich. Als Generalistin widmet sie sich in ihrer Forschung der Verfassungstheorie der Europäischen Union, den gerichtlichen Interaktionen in der EU, den verfassungsrechtlichen Implikationen der Wirtschafts- und Währungsunion und der Unabhängigkeit der Zentralbanken sowie den philosophischen Aspekten der Zugehörigkeit zur Europäischen Union.
Ana ist Autorin von zwei Büchern, The Jurisprudence of Constitutional Conflict in the EU (Oxford University Press 2022) und The Individual in the Economic and Monetary Union. A Study of Legal Accountability (Cambridge University Press 2024). Darüber hinaus hat sie zahlreiche Beiträge in renommierten Fachzeitschriften wie der Common Market Law Review, der European Constitutional Law Review und dem German Law Journal veröffentlicht.
Bevor sie zur Hertie School kam, war Ana von 2021 bis 2024 Referentin am Gerichtshof der Europäischen Union im Kabinett von Generalanwältin Ćapeta. Bis 2021 war sie Postdoktorandin im LEVIATHAN-Projekt an der Hertie School. Ana studierte an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Oxford, wo sie 2012 als OSI/University of Oxford-Stipendiatin den MJur und 2018 als Stipendiatin des Law Faculty Graduate Assistance Fund den DPhil erwarb. In Oxford war sie Dozentin für Verfassungs-, Verwaltungs- und EU-Recht am Keble College und am Worcester College.