Politik
19.12.2025

Das Kritische-Rohstoffe-Dilemma der EU: Kann ReSourcEU Abhilfe schaffen?

Die Abhängigkeit der EU von stark konzentrierten Lieferketten für kritische Rohstoffe (CRM), vor allem von China, hat sich als zentrale Schwachstelle für die wirtschaftliche Sicherheit herausgestellt. Der Aktionsplan ReSourceEU zielt darauf ab, diesem Problem durch die Beschleunigung ausgewählter Projekte, die Koordinierung der Finanzierung, die Einrichtung eines Koordinierungszentrums und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit entlang der gesamten CRM-Wertschöpfungsketten durch einen umfassenden politischen Rahmen zu begegnen. ReSourceEU nutzt den begrenzten finanziellen Spielraum effektiv und kann eine begrenzte Anzahl strategischer Engpässe nachhaltig stabilisieren: Permanentmagnete, Batterien und verteidigungsrelevante Vorleistungen. Allerdings reicht es noch nicht aus, um einen umfassenderen Strukturwandel herbeizuführen. Viele der wirkungsvollsten Instrumente, wie gemeinsame Beschaffung, Preisstabilisierung und Diversifizierungsverpflichtungen, bleiben vorläufig oder politisch abhängig. Um die Anfälligkeit dauerhaft zu verringern, muss die EU nun die fragmentierte Finanzierung konsolidieren, die langfristige Nachfrage sichern, Engpässe in der Veredelung beseitigen und strategische Partnerschaften in bankfähige, diversifizierte Lieferungen umwandeln.

 

Foto: CC Team Kiesel, Quelle: Unsplash